Am Samstag wurden wir von drei Jungprofessoren zum Essen eingeladen. Und geheiratet wurde auch.
In der ersten Woche im Oktober waren wir in Chengdu, am letzten Wochenende mit einer Präsentation beschäftigt, aber letzten Samstag klappte es dann endlich, dass wir die Einladung von drei Jungprofessoren zum Essen annehmen konnten. Vom Essen und von der Hochzeit schreibe ich exklusiv auf meiner Internetspielwiese.
Sehr gefreut haben wir uns über die Einladung zum Essen. Oliver und Laura sind ehemalige Studenten der Polytechnic University und waren als Masterstudenten auch schon einmal an der Hochschule Reutlingen. Ideal also, um sich über Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. Eine weitere Jungprofessorin, die als eben solche auch bereits in Reutlingen war, begleitete uns ebenfalls. Von ihr wusste wir im Vorfeld leider nichts, so dass wir gleich zu Beginn elegant erläutern mussten, wieso wir nur zwei Nettigkeiten mitgebracht haben – eine Flasche Wein und leckere Schokolade, die es tatsächlich bis jetzt überlebt hat und nicht von hungrigen Studenten gefuttert wurde.
Wir haben auch ein Geschenk bekommen, ein wie ich finde sehr schönes und absolut gelungenes. (Hier endet dieses Themengebiet auch schon, ich möchte hier jetzt nicht verraten, was es ist.)
Gegessen haben wir übrigens in einem Restaurant, an welchem wir seit mittlerweile fast drei Monaten täglich vorbeilaufen, aber es noch nie wirklich als solches wahrgenommen haben. Denn eigentlich fällt dieses Gebäude hinter der Mauer und dem Parkplatz eher negativ auf, wenn man daran vorbeigeht und plötzlich aus dem Nichts anlässlich einer Hochzeit große Knallkörper explodieren. Es sind diese, die nach dem Anzünden einer Schnur etwa 100 große Knalleffekte von sich geben in etwa einer halben Minute. Das ist extrem laut, ich glaube nicht, dass es Regelungen gibt, wie laut Knallkörper sein dürfen. Und wenn man neu in der Stadt ist, dann erscheckt man sich in der Tat sehr, weil man eher denkt, beschossen zu werden. Man schaut sich um und merkt, dass kein Chinese nur mit einer Wimper zuckt und ist ab diesem Tag ebenfalls völlig gelassen, egal wie sehr es um einen herum knallen mag.

Chinesisches Essen
Knaller, das Restaurant war ein Knaller. Während unten eine Hochzeit stattgefunden hat, haben wir im dritten Stock in einem eigenen Séparée gespeist. Ein schicker Raum mit großem runden Tisch in der Mitte, an den um die acht Leute passen. Fernseher an der Wand und eigene Toilette inklusive, persönliches Personal (und Beinfreiheit) vorhanden. Ich fühlte mich natürlich glatt schon wieder falsch angezogen…
Während es hier zwar nur den Reicheren vorbehalten ist so zu speisen, es aber generell niemanden verwundert, war ihr sehr beeindruckt und fühlte mich durch die zwei eigens für uns zuständigen Bedienungen mal wieder viel zu sehr wie ein Schnösel.
Es war ein sehr nettes Mittagessen! Wir haben ein paar neue Gerichte kennengelernt und uns über unsere Erfahrungen hier in China bzw. dort in Deutschland unterhalten. Gegessen wird traditionell aus der Tischmitte, in diesem Fall vom Drehteller, mit dem man sich leicht durch alle Gerichte durchprobieren kann.
…und was ich da so probiert habe, das schreibe ich die nächsten Tage in der Rubrik “Mag’s Marv?”.
Am Ende war ich gut gesättigt und wir haben sogar noch sämtliche “Reste” mit nach Hause bekommen. Ich würde fast sagen, dass das mehr war als wir dort gegessen haben.
Ein tolles chinesisches Mittagessen und, ach, diese Hochzeit im Erdgeschoss… Morgen mehr!
2 Kommentare
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Paul
Mensch, das ist ja wirklich ein lustiges Gruppenfoto da oben :-)
1.12.2009, 09:38 Uhr
Hochzeit - Marvin in China
[...] waren wir also letzten Samstag im Restaurant hinter dem Parkplatz mit den Knallern, ich berichtete gestern bereits. Im Erdgeschoss sollte eine Hochzeit stattfinden und wir wurden gefragt, ob wir sie nicht [...]
2.12.2009, 17:50 Uhr