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	<title>Marvin in China</title>
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	<description>Mein Semester in Xi&#039;an</description>
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		<title>Rückkehr</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 22:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überraschend: Schon seit Montag kurz nach 5 Uhr bin ich zurück in Deutschland. Heute ist es also Zeit für den offiziellen Abschied aus China und den letzten Videopodcast.
Ja, es war eine Lüge. Entschuldigung. Der 14. Januar als Datum meiner Rückkehr, es war nicht die Wahrheit. Und ich habe das seit Oktober die ganze Zeit gewusst! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Überraschend: Schon seit Montag kurz nach 5 Uhr bin ich zurück in Deutschland. Heute ist es also Zeit für den offiziellen Abschied aus China und den letzten Videopodcast.<span id="more-735"></span></p>
<p>Ja, es war eine Lüge. Entschuldigung. Der 14. Januar als Datum meiner Rückkehr, es war nicht die Wahrheit. Und ich habe das seit Oktober die ganze Zeit gewusst! Und das alles nur, um vor allem meine Eltern zu überraschen &#8211; ein voller Erfolg übrigens. Jetzt bin ich (&#8230;sind wir) wieder zurück in Deutschland und dieser Eintrag soll nun der Abschluss eines Semerster in China werden.</p>
<p>Sehr komisches Gefühl, ein wenig wird mir das Schreiben und Filmen fehlen. Und es ist auch noch immer so, dass es viele Dinge gibt, über die ich nie Zeit gefunden habe zu schreiben.</p>
<p>Aber unser Auslandssemester ist jetzt definitiv beendet und ich blicke lächelnd sowohl nach vorne als auch zurück. Mehr zu wollen wäre unverschämt.</p>
<p>Am Sonntag Abend sind wir von Hongkong nach Peking geflogen und dann weitere zehn Stunden bis Frankfurt, wo wir um 5 Uhr als erstes Flugzeug des Tages den Flughafen erreicht haben. Ein paar Stunden mit der Deutschen Bahn später habe ich dann auch schon für äußerst überraschte Gesichter gesorgt.</p>
<p>Noch einmal Entschuldigung an alle, die nicht von meiner frühren Rückkehr wussten. Ehrlichgesagt waren bis auf Malte und weitere zwei Personen alle ahnungslos. Ein Grund ist auch, dass ich niemanden enttäuschen wollte, wenn ich erst einmal zwei Tage eine innige Eingewöhnungsphase mit Deutschland erlebe. Und das habe ich die letzten zwei Tage auch getan, voll schön.</p>
<p>Also bitte nicht böse sein. Ich lade hiermit schon einmal jeden ein, am Samstag mit mir in meinen Geburtstag zu feiern. Auch wenn weder ein Ort noch eine Zeit zu diesem Zeitpunkt entschieden sind. In China wird man offenbar sehr spontan, ich hoffe ihr könnt da mithalten.</p>
<p>Auf stolze 24 Folgen habe ich es mit meinem Videopodcast gebracht, heute zeige ich euch hier die finale Folge, die neben dem &#8220;Flug in einer drehenden Sekunde&#8221; auch ein paar Szenen enthält, die eigentlich niemals jemand zu Gesicht bekommen hätte sollen. Ich stecke wohl gerade in einer selbstironischen Phase, deshalb lade ich euch zu ein paar Szenen ein, die man einfach unkommentiert für sich stehen lassen sollte.</p>
<p><a href="http://china.ultimativ-marvin.de/2010/01/13/rueckkehr/"><em>Link zum eingebundenen Video</em></a></p>
<p>Vier Monate und fünf Tage in China liegen hinter mir. Vielen Dank fürs regelmäßges Lesen und kommentieren und generell an alle, die dafür gesorgt haben, dass Deutschland für mich immer nur ein paar Tastaturanschläge entfernt war.</p>
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		<title>Sammelsurium</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 04:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch so wenige Tage in China verbleiben und es sind noch so viele Themen übrig, über die ich gerne geschrieben hätte. Hier deshalb der Schnelldurchlauf im Kurzmeldungsformat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Noch so wenige Tage in China verbleiben und es sind noch so viele Themen übrig, über die ich gerne geschrieben hätte. Hier deshalb der Schnelldurchlauf im Kurzmeldungsformat.<span id="more-719"></span></p>
<p><strong>Im Fokus:</strong><br />
 Stell dir vor, du bist in einem Bahnhof, schaust in die Runde und egal in welches Gesicht du blickst, eben dieses schaut dich gerade an. Das ist sehr merkwürdig, aber uns genau so Anfang Oktober in Chengdu passiert. Mich hat einmal eine Chinesin gefragt, ob es mich nicht stören würde, dass man mich immer anguckt. Mich hat es nie gestört, dass mich viele Blicke treffen, weil ich weiß, dass ich in Deutschland auch einmal einen riskiere, wenn eine &#8220;exotisch&#8221; aussehende Person meinen Weg kreuzt. Ungewohnt ist es aber natürlich trotzdem.</p>
<p>Generell kann man sagen, dass der &#8220;Guck mal, ein Ausländer&#8221;-Faktor mit der größe der Einwohnerzahl einer Stadt sinkt. Während selbst in Nanjing noch in einem Restaurant gekichert wird, wenn Europäer etwas bestellen, so hat man in Hongkong jegliches Alleinstellungsmerkmal verloren und wird nur noch als Uhrenopfer angesehen.</p>
<p><strong>Personal:</strong><br />
 Chinas große Bevölkerung führt zu einem regelmäßigen Personalüberlauf, zum Beispiel in Restaurants oder Supermärkten. Der Begriff &#8220;Arbeitsteilung&#8221; sollte hier manchmal eher &#8220;Arbeitsteilchen&#8221; heißen, weil eine Aufgabe von ungewöhnlich vielen Angestellten jeweils in Teilbereichen übernommen wird. Einer ist für die Bestellung zuständig, der nächste bringt das Getränk, ein Weiterer das Essen, während widerum ein Anderer das Glas nachfüllt, welches &#8211; nachdem jemand Anderes kassiert hat &#8211; von Jemandem abgeräumt wird. Das bedeutet Service, großes Lob und definitiv eines der Sachen, die ich in Deutschland sehr vermissen werde! &#8230;auch wenn sich die vielen Personen dann manchmal auch ein wenig wuselig bewegen und sich gegenseitig über die Füße laufen. Sind ja schließlich aber auch keine Ameisen.</p>
<p>Im Supermarkt fand ich es immer sehr anstrengend, dass in jedem (!) Gang eine Mitarbeiterin wartete die besten Produkte zu empfehlen oder Hilfestellung zu geben. Grund: Nie sprachen diese hilfsbereiten Damen Englisch und so waren sie für MICH nicht sehr hilfreich, sondern eher anstrengend, weil sie mir generell immer zu dem Produkt geraten haben, welches ich nicht in der Hand hatte und zur Kasse bringen wollte. Außerdem vertraten sie prinzipiell das Motto, dass ich doch das Größere kaufen solle, egal ob ich das will oder nicht.</p>
<p>Aber vergleichen wir doch so ein Einkaufserlebnis mit dem uns allen bekannten Szenario in Deutschland, wenn man minutenlang um Hilfe suchend durch die leere Gänge streift. Ich glaube in einem roten Elektronikfachmarkt haben sich die Mitarbeiter einmal vor mir versteckt, kein Scherz.</p>
<p><strong>Chinesisch lesen</strong>:<br />
 Es gibt da noch einen geheimen Trick von Chinesen, wie sie uns dazu bringen zu verstehen, was sie uns mitteilen wollen. &#8220;Wie, ihr versteht nicht was wir sagen? Gut, dann schreibe ich es dir eben auf!&#8221; Es ist wirklich lustig, dass uns regelmäßig in Restaurants entweder wie im Kindergarten mit Hilfe des Zeigefingers versucht wurde das Lesen beizubringen oder man uns einfach auf einen Zettel schrieb, was gemeint ist. Auf der Gegenseite erzeugte es nur verwunderte Blicke, wenn wir dann noch immer nicht wussten, was man von uns wollte. Der Trick mit dem Stift ist also noch nicht ganz ausgereift.</p>
<p><strong>Sicherheit:</strong><br />
 Ich habe mich hier immer sicher gefühlt. Das ist manchmal verwunderlich, weil wir Europäer hier &#8220;die Reichen&#8221; sind und ich mich gewundert habe, dass ich nie Neid zu spüren bekommen habe. Wir hatten zwar unsere große Eisentür im Wohnheim, die uns geschützt hat, das Gefühl diese zu brauchen, hatte ich nie. Ich war auch einmal nach 22 Uhr in Xi&#8217;an alleine auf den Straßen und fühlte mich absolut nicht unsicher.</p>
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		<title>Hongkong</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 09:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vierten Tag in Hongkong habe ich noch immer keine Uhr gekauft, dafür erzähle ich lieber von tollem Wetter und einem großen Buddha.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Am vierten Tag in Hongkong habe ich noch immer keine Uhr gekauft, dafür erzähle ich lieber von tollem Wetter und einem großen Buddha.<span id="more-711"></span></p>
<p>Ihr in Deutschland habt Schnee(chaos) und wir Sonne und teilweise T-Shirt-Wetter. Und ich gebe damit derzeit schon auch gerne bewusst ein wenig an. Momentan ist es zwar bewölkt, aber gestern hatten wir viel Sonne.</p>
<p>Und dieses Wetter haben wir genutzt, um uns eine weitere tolle Sehenswürdigkeit anzusehen: Den <a class="extern" title="Externer Link: Tian Tan Buddha bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Tan_Buddha">Tian Tan Buddha</a>. Dieser befindet sich weit außerhalb der Stadt inmitten von großartiger Natur und nahe dem zweithöchsten Berg Hongkongs. Zu viel körperlicher Ertüchtigung waren wir aber nicht ausgesetzt, denn das Gelände ist nicht nur mit vielen Einkaufsmöglichkeiten versehen, sondern auch durch die <a class="extern" title="Externer Link: Ngong Ping Cable Car" href="http://www.np360.com.hk/html/eng/np360_exp/cablecar_index.htmlNgong Ping Cable Car ">&#8220;Ngong Ping&#8221;-Seilbahn</a> voll erschlossen. Ein dringender Tipp an alle Touristen, die in Hongkong sind und keine Höhenangst haben: Fahrt mit dieser Seilbahn, sie ist spektakulär und gleitet nicht nur über hohe Berge hinweg, sondern auch übers Meerwasser.</p>
<p>Was haben wir hier sonst noch gesehen und gemacht? Nein, immer noch keine Uhren gekauft. Dafür die allabendliche Lichterinstallation am Hafen gesehen <a class="extern" title="Externer Link: A Symphony of Lights bei Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/A_Symphony_of_Lights">(&#8220;Symphony of Lights&#8221;)</a> und auf &#8220;<a class="extern" title="Externer Link: Victoria Peak bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_Peak_(Hongkong)">dem Peak&#8221;</a> einen tollen Blick über die Stadt genossen.</p>
<p>Und heute faulenzen wir den ganzen Tag und machen&#8230; nichts. Das muss auch einmal sein. Aber sobald es Neues gibt, erfahrt ihr es hier natürlich zuerst in Wort und Bild.</p>
<p>Jetzt ist es Zeit, den Tatsachen ins Auge zu blicken und festzustellen, dass die 23. Ausgabe meines Videoblogs zugleich die VORletzte sein wird. Alles was bis zum Abflug noch passiert wird den angekündigten &#8220;Outtakes&#8221; vorangestellt und bildet dann den Abschluss eines tolles Semesters in China.</p>
<p>Seilbahn, ein großer Buddha und einmal mehr bunte Licher mit Musik, leider aber kein Zauberer &#8211; darum geht es aber jetzt erst einmal heute an dieser Stelle.</p>
<p><a href="http://china.ultimativ-marvin.de/2010/01/10/hongkong/"><em>Link zum eingebundenen Video</em></a></p>
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		<title>Werbung</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 08:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein schönes und buntes Thema: Werbung! Begeben wir uns in einen Welt, in der alles möglich ist und der Daumen immer nach oben zeigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Ein schönes und buntes Thema: Werbung! Begeben wir uns in einen Welt, in der alles möglich ist und der Daumen immer nach oben zeigt.<span id="more-702"></span></p>
<p>Wir haben während unseres Auslandsaufenthaltes öfters einmal gemutmaßt, dass China zwar in manchen Bereichen gleich auf ist mit Deutschland, ja wenn nicht auch gerne einmal einen Schritt weiter, in anderen dafür aber da steht, wo Deutschland in den 80er oder 90er Jahren war. Ich würde beim Thema Werbung sagen, dass sie sich an den bunten 90ern in Deutschland orientiert oder zumindest mich daran erinnert.</p>
<p>Ich schreibe das jetzt einmal als Laie und Konsument: In Deutschland versucht man derzeit verstärkt indirekt mit Emotionen zu werben. Da regnen dann beispielsweise an einem scheinbar ganz normalen Tag massenweise (magentafarbene) Rosenblätter vom Himmel, untermalt von einem Ohrwurm. Am Ende will man dann ein Mobilfunkgerät an den (Weihnachts)-Mann bringen, aber eher mit einem Heile-Welt-Gefühl und sorgenfreien Emotionen, als mit wirklichen Fakten. (Dieses Beispiel stammt aus dem letzten Jahr, 2009 ist deutsche Werbung in der Weihnachtszeit bei mir ausgefallen.)</p>
<p>Hier in China agieren die Werbenden subtiler: Wenn wir hochwertige Premiumartikel wie Autos und westliche Firmen einmal ausnehmen, dann beobachten wir bei Lebensmitteln und Konsumgütern im Allgemeinn den Trend zum plaktiven &#8220;Guck mal, is&#8217; lecker&#8221;. Das heißt, dass das zu bewerbende Produkt einfach dem später gewünschten Käuferkreis in die Hand gedrückt wird und dieser es dann einfach so toll wie möglich findet.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_705" class="wp-caption alignnone" style="width: 606px"><a rel="attachment wp-att-705" href="http://china.ultimativ-marvin.de/2010/01/10/werbung/2009-10-02_china_182037/"><img class="size-full wp-image-705" title="2009-10-02_china_182037" src="http://china.ultimativ-marvin.de/wp-content/uploads/2010/01/2009-10-02_china_182037.jpg" alt="Diese Wurst klingt sogar gut." width="596" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Hört sich gut an, diese Wurst.</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Auf Plakaten feiert dann auch eine bei uns (leider?) ausgestorbene Geste neue Erfolge: Der erhobene Daumen, zielgerichtet nach oben. Wie lässt sich besser ausdrücken, dass man etwas ganz toll findet? Eben! Und so kann man sich den ganzen Tag vor Daumen auf Plakaten gar nicht retten. Umso jünger die Zielgruppe, umso mehr Daumen übrigens. Ich für meinen Teil mutmaße übrigens auch, dass im Bereich &#8220;Jugendwerbung&#8221; immer ein und derselbe chinesische Jungstar wirbt &#8211; einfach für alle Produkte, die es so gibt. Aber das ist sicher nur mein Eindruck und nicht die Wahrheit.</p>
<p>&#8220;Guck mal, is&#8217; lecker&#8221; funktioniert auch im Fernsehen. Obwohl mir dort das leicht pummelige kalrasierte Kind (provokant gesagt quasi ein kleiner Mönch, den man in Basketballklamotten gezwängt hat) ein wenig Angst. Er mampft im Zeitraffer leckere Kekse und aus der Froschperspektive wirkt es ein wenig wie Krümelmonster mit Schuss im Tee. Das Abschlussgrinsen komplementiert diesen Werbespot auf beängstigend positiv gemeinte Weise. Während es mich eher abschrecken würde mir mein Kind vorzustellen, wie es eine ganze Packung Kekse im Zeitraffer verdrückt, glaube ich, dass diese Werbung hier sehr gut ankommt und die Chinesen genau so ihren Kleinen oder ihre Kleine verwöhnen möchten.</p>
<p>Generell spart man sich hier bei der Fernsehwerbung einfach &#8211; im Gegensatz zu Deutschland &#8211; den meist zum Scheitern verurteilten Versuch, Werbung möglichst nicht nach Werbung aussehen zu lassen und ist so ehrlich, ganz offen einfach nur zu behaupten, dass man ein tolles Produkt hat. Und das dann auch noch in einer herrlich bunten und sorgenfreien Umgebung, die noch heiler zu seien scheint, als die deutsche Werbewelt.</p>
<p>Und da man als Ausländer auch noch so plumpe Werbeversprechen nicht versteht, kann man chinesische Werbung auch voller Freude schauen, weil man keines der beworbenen Produkte so toll finden muss, wie die Laiendarsteller einem glauben machen wollen.</p>
<p>Daumen hoch!</p>
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		<title>Chinaentwöhnung</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 11:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während wir im September innerhalb von 12 Flugstunden zwischen Deutschland und China umgeschaltet haben, entwöhnen wir uns jetzt ganz sanft von diesem Land.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Während wir im September innerhalb von 12 Flugstunden zwischen Deutschland und China umgeschaltet haben, entwöhnen wir uns jetzt ganz sanft von diesem Land.</p>
<p><span id="more-685"></span></p>
<p>Hallo Deutschland, ich sitze in diesem Moment direkt am Hafen von Hongkong, mit atemberaubenden Blick direkt auf die beleuchtete Skyline. Mit dieser Stadt haben wir uns vom Gefühl her schon aus China verabschiedet. Und das meine ich jetzt nicht politisch, sondern eher im Hinblick darauf, dass ich mir hier nicht mehr vorkomme, als sei ich in China. Irgendwie kommt einem alles englischsprachig vor und der Begriff &#8220;westlich&#8221; reicht schon kaum mehr. Also sind wir irgendwie mit unserem Ausreisestempel am Bahnhof in Guangzhou wirklich aus China ausgereist.</p>
<p>&#8230;in eine auch sehr tolle Stadt! Wahnsinnig groß ist es hier und vor allem sehr Multikulturell. Eine Stadt, die ruhig Selbstbewusst in einen Vergleich mit New York oder Berlin treten kann.</p>
<p>Gestern sind wir angekommen und haben unser Zimmerchen bezogen, welches mit zwei Betten von etwa 170 x 60 cm ausgestattet ist. Und sonst, ja eigentlich mit nicht viel mehr. Es gibt noch einen Quadratmeter &#8220;Klo-Dusche-Waschbecken-Nasszellen-Mix&#8221;. Aber es ist neu und sauber, also für unseren letzten Stopp absolut in Ordnung. Zumal es sehr zentral ist und man in ein paar Minuten am Hafen ist. Mehr will man nicht.</p>
<p>Heute hat uns das Wetter noch ein wenig enttäuscht mit nur 15 Grad (&#8220;+&#8221;, Deutschland!) und am Abend leichtem Regen. Aber es soll ja bis Sonntag sonnig und bis zu 21 Grad (&#8220;+&#8221;, Deutschland!) werden.</p>
<p>Demnächst mehr aus Hong Kong, jetzt noch ein dringender Aufruf: Ich möchte gerne eine gefälschte Uhr bei einem Straßenhändler kaufen, wenn möglich indischer Abstammung. Leider finde ich niemanden hier, hat jemand einen heißen Tipp für mich? Das wäre echt super, es scheint sehr schwer zu sein hier an so etwas dranzukommen. Wenn man mich doch nur auf der Straße ansprechen würde, gerne alle zwei Meter mit den gleichen Worten&#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong> Iornie, beim vorigen Absatz handelt es sich um Ironie! Ich will keine gefälschte Uhr kaufen! Das sage ich auch alle zwei Meter jedem, der mir eine solche anbieten will&#8230;</p>
<p><small>Quelle Titelbild: http://www.flickr.com/photos/stevecadman/108603287/sizes/o/ (CCL)</small></p>
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		<title>Allein in Shanghai</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 11:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während Kevin einst in New York verweilte, machte ich mich auf und erkundete einen Tag allein Shanghai.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="intro">Während Kevin einst in New York verweilte, machte ich mich auf und erkundete einen Tag allein Shanghai.</p>
<p><span id="more-694"></span></p>
<p>Das war ein toller Tag! Ohne Plan einfach einmal in irgendeine Bahn einsteigen und an einem Ort rauskommen, von dem man am Morgen nicht wusste, dass man ihn besuchen wird. Gut, ich bin auch etwa drei Stunden auf der Suche nach einem &#8220;Apfelladen&#8221; durch die Straßen gelaufen, bis ich bemerkt habe, dass ein zwei Quadratmeter großer Stand in einem großen Einkaufszentrum gemeint ist. Aber auch da habe ich die Stadt kennengelernt. Seht hier die erste und vorerst auch letzte Folge von &#8220;Marvin allein in Shanghai&#8221;:</p>
<p><a href="http://china.ultimativ-marvin.de/2010/01/03/allein-in-shanghai/"><em>Link zum eingebundenen Video</em></a></p>
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		<title>Chinesisch</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 16:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fast am Ende meines Auslandssemester angelangt darf man nun ruhig einmal fragen: Wie sieht es aus mit dem Chinesisch? Die Antwort heute noch einmal auf Deutsch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="intro">Fast am Ende meines Auslandssemester angelangt darf man nun ruhig einmal fragen: Wie sieht es aus mit dem Chinesisch? Die Antwort heute noch einmal auf Deutsch.</span><span id="more-676"></span></p>
<p>Zunächst möchte ich mich einmal bei euch allen in Deutschland bedanken. Es ist wirklich sehr schön, wie sehr ihr mir zutraut die Sprache dieses Landes zu können. Eurer Motto: Schreiben wir ihm doch einmal auf Chinesisch! Es ist wirklich beachtlich, wie oft ihr irgendwelche Sätze oder Wörter &#8211; von Google übersetzt &#8211; in Nachrichten an mich kopiert habt. Das wirkte zugegeben immer auflockernd und ziemlich cool. Ich möchte aber an dieser Stelle ehrlich sein und beichten, dass ich mit diesen chinesischen Zeichen in der Regel nichts anderes gemacht habe, als es durch Google ins Englische zurückzuübersetzen zu lassen. Aber ist das nicht auch schön, dass man sich so global verständigen kann heutzutage?</p>
<p>Wir hatten während unseres Semesters einmal pro Woche zwei Stunden Chinesischunterricht. Das war wenig überraschend natürlich viel zu wenig, aber immer spannend. Mich kann man trotzdem auch jetzt noch ziemlich einfach verwirren, indem man eine chinesische Zahl nicht nur sagt, sondern sie auch mit der Hand darstellt. Idealerweise dann auch noch eine zusammengesetzte Zahl wie &#8220;16&#8243;, dann mit zwei Handbewegungen.</p>
<p>Generell sind wir hier bisher immer mit Englisch und Zeichensprache durchs Land gekommen, was wunderbar ist. Die Menschen sind meist überaus freundlich und sehr hilfsbereit. Wenn es vorkommt, dass ich verstehe, was das Gegenüber sagt, freue ich mich aber trotzdem sehr. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich finde es sehr schwer außerhalb des Sprachunterrichts zu hören, welche Wörter gesagt werden. Ich denke es ist uns einfach nicht in die Wiege gelegt als Europäer und erfordert viel Arbeit und Fleiß, um ganz natürlich einem bekannte Vokabeln zu verstehen. Während man im Spanienurlaub schon nach wenigen Tagen Wörter aufschnappt, erschließt und abspeichert, gehe ich davon aus, dass es hier Wörter gibt, die ich schon 300 Mal gehört habe und noch immer nicht bemerke, dass ich sie eben schon 300 Mal gehört habe.</p>
<p>Deshalb an dieser Stelle respekt vor jedem, der sich als Ausländer auf Chinesisch unterhalten kann. Mir fällt da die europäische Dame ein, die mich einst neben mir an einer Theke einer Fastfoodkette überraschte, weil sie fließend Chinesisch sprach. Da waren auch die angestellten völlig perplex und schauten ihr nur ungläubig hinterher.</p>
<p>Auch wenn ich bald wieder zu Hause bin und meine Kenntnisse eher schwach sind: Schreibt mir ruhig weiter auf Chinesisch!</p>
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		<title>Silvester</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 16:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn bei mir das neue Jahr beginnt, seid ihr gerade bei den Partyvorbereitungen. Wenn bei euch das neue Jahr beginnt, schlummere ich fest. Ein verrücktes zeitversetztes Silvester.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="intro">Wenn bei mir das neue Jahr beginnt, seid ihr gerade bei den Partyvorbereitungen. Wenn bei euch das neue Jahr beginnt, schlummere ich fest. Ein verrücktes zeitversetztes Silvester.</span><span id="more-670"></span></p>
<p>Ich mache das jetzt kurz, schmerz- und emotionslos: Ich wünsche euch alles Gute für das neue Jahr 2010 und neben Gesundheit natürlich ganz generell nur das Beste. Und das nächste Jahr wird einfach nur toll, das darf ich verraten! Ich bin ja schon ein alter 2010-Hase, denn bei mir ist es seit exakt fünf Minuten Neujahr. Also lasst euch gesagt sein: Ist super, kommt ruhig auch rein ins neue Jahr!</p>
<p>Da dieser Artikel per Fernzündung ins Netz geböllert wurde, werde ich morgen nachliefern, wie genau wir gefeiert haben. Dann kommt auch ein Video aus Shanghai aus dem Jahre 2009, welches eben leider bei 99% abgebrochen hat sich hochzuladen.</p>
<p>Guten Rutsch!</p>
<p><strong>Update:</strong> Was ich einen Tag allein in Shanghai erlebt habe, das gibts schnellstmöglich hier im Blog. Derzeit lahmt das Internet ein wenig, also habe ich lieber die wesentlich wichtigere Silvesterberichterstattung vorgezogen! Ich weiß, dass ich erzählt hatte, dass hier niemand großartig feiert. Genau so hatte ich es auch gehört und gelesen. Dass dann aber hier gefühlt absolut jeder auf den Beinen und in der Stadt war, das überraschte mich dann doch sehr. Zwar war alles wenige Minuten nach 0 Uhr wieder vorbei, weil gleich kurz nach nach Mitternacht zum Beispiel die extra aufgebaute Bühne komplett dunkel wurde. Aber das machte wenig, es war auch so ein Erlebnis und wir brauchten dann auch noch ein wenig, um zu Fuß zum Hotel zurückzulaufen. Das ging übrigens wunderbar zielstrebig &#8211; &#8220;wir hatten nur eine kleine Flasche Mixgetränk Herr Wachtmeister&#8221;. Wirklich erstaunlich: Während in Deutschland an so einem Tag eine ganze Reihe von Alkohol verkaufenden Buden zu finden sind, gab es hier: Nichts. Und trotzdem hatten alle Spaß.</p>
<p>Der Countdown zum neuen Jahr an der (leider gerade eher baustellenartigen) Skyline &#8211; ein tolles Highlight unserer Rundreise. Seht selbst&#8230;</p>
<p><a href="http://china.ultimativ-marvin.de/2009/12/31/silvester/"><em>Link zum eingebundenen Video</em></a></p>
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		<title>Lautstarke Ölkrise</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 06:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lautstärke]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Land mit vielen Bodenschätzen, zu denen auch Öl gehört, leistet sich überaus oft Sparsamkeit bei allem, was Mechanik lautlos macht. Alles quietscht, so schön... alt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="intro">Ein Land mit vielen Bodenschätzen, zu denen auch Öl gehört, leistet sich überaus oft Sparsamkeit bei allem, was Mechanik lautlos macht. Alles quietscht, so schön&#8230; alt.</span><span id="more-663"></span></p>
<p>Wer in meinen Videos hin und wieder einmal genauer hinhört, der stolpert akustisch auffällig oft nicht nur über hupende Autos, sondern auch über lautstarkes Quietschen in allen Bereichen. Ich höre das ja meist schon gar nicht mehr, nach all den Wochen in China gewöhnt man sich ziemlich schnell daran. Für Außenstehende ist es an dieser Stelle aber durchaus eine Erwähnung wert.</p>
<p>Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie oft ich während meinen ersten Tagen in diesem Land ein Schmiermittel vor meinem geistigen Auge hatte. Jeder kennt die Bilder aus China, auf denen die Leute so ziemlich alles mit dem Fahrrad transportieren. Das stimmt, hier begegnet man ständig Drahteseln unter Volllast. Und sie haben alle eins gemeinsam: Sie können bis auf wenige Ausnahmen nicht ohne lautes Quietschen bremsen. Für mich eine wohl gesundheitlich relevante Sache, da die Chance so geringer ist, dass ich überfahren werde. In den Ohren schmerzt es aber hin und wieder dann doch.</p>
<div id="attachment_665" class="wp-caption alignnone" style="width: 606px"><img class="size-full wp-image-665" title="2009-09-26_china_173914" src="http://china.ultimativ-marvin.de/wp-content/uploads/2009/12/2009-09-26_china_173914.jpg" alt="Chinesische Transportkunst" width="596" height="447" /><p class="wp-caption-text">Chinesische Transportkunst</p></div>
<p>Aber es quietscht weiter, an vielen Ecken und Enden: Das große Eisentor im Campus Hotel in Xi&#8217;an, mein Klorollenhalter im Badezimmer, die Rolltreppe heute morgen. In Hangzhou am schönen West Lake finden sich etliche Verleihfahrräder, jedes dieser roten Flitzer quietscht sobald man die Bremse betätigt. Taxis quietschen teilweise an den verwunderlichsten Stellen.</p>
<p>Ohrenbetäubend. Aber auch irgendwie charmant und als etwas anzusehen, was eben für China steht und ohne dass es eben auch ein Stück weniger China wäre.</p>
<p>An den Rohstoffen dieses Landes kann es nicht liegen, ich mutmaße also einfach einmal draus los und behaupte: Es ist ihnen egal, niemandem in diesem Land würde &#8211; ohne dass man ihn darauf aufmerksam macht &#8211; auffallen, wie oft hier Metall auf Metall trifft. In Deutschland, dem Land der Ruhe, wäre das undenkbar und die Menschen würden stetig gereizt durch die Straßen gehen.</p>
<p>Ich hatte es anfangs schon erwähnt: Wenn ich nicht zufällig mein Ohr direkt neben dem quietschenden Objekt habe, nehme ich den Geräuschpegel gar nicht mehr war und reagiere wenn nötig unterbewusst durch zur Seite gehen.</p>
<p>Anpassungsfähig diese Deutschen. Ob ich im Januar Deutschland einfach nur leise und langweilig finden werde?</p>
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		<title>Wo ist die Liebe?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 04:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe...! Ja, die Liebe. Erinnern wir uns zurück an drei Monate wohnen auf dem Campus in Xi'an und fragen uns: Wo ist die Liebe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="intro">Liebe&#8230;! Ja, die Liebe. Erinnern wir uns zurück an drei Monate wohnen auf dem Campus in Xi&#8217;an und fragen uns: Wo ist die Liebe?</span><span id="more-658"></span></p>
<p>Eigentlich geht es jetzt gar nicht so sehr um Liebe, sie ist nur der Türöffner zum Thema &#8220;Musik in China&#8221;. Mal ehrlich, Liebe als Türöffner, das ist auch selten und auch ein Stück weit romantisch jetzt, oder?! Ist aber auch gleich wieder vorbei mit der Romantik, wenn ich hier den Schalter anmache und Eurodance aus den 90er Jahren aus euren Boxen schallt!</p>
<p>Während wir im Campus Hotel gewohnt haben, wurden wir spätestens um 10 Uhr von den Nachrichten geweckt, die laut über den Campus schallten und für mich jeden Tag die Selben waren. Den Vogelgezwitscher-Nachrichten-Jingle werde ich nie mehr vergessen. Nach den Nachrichten kam manchmal noch ein wenig Musik. Selten China-Pop, häufiger aktuelle Chartsmusik aus dem Westen. Und eine Woche lang eben auch <a class="extern" title="Extener Link: YouTube Suche nach &quot;black eyed peas love&quot;" href="http://www.youtube.com/results?search_query=black+eyed+peas+love&amp;search_type=&amp;aq=f">&#8220;Where is the love?&#8221; von den Black Eyed Peas</a>. Da fing für mich der Tag dann schon mit einem fragenden Gesicht an.</p>
<p>Aber mir begegnete Musik auch fernab vom Campus in meinen letzten schon fast vier Monaten in China. Zunächst einmal sei hier die grundsätzliche Dauerberieslung mit Musik in der Öffentlichkeit genannt. Wobei Berieslung hier auch schon für poppige 90er-Beats steht in den meisten Fällen. Im Tempel vor einigen Tagen waren im Blumenbeet grüne Boxen versteckt, heute Morgen in der U-Bahn Station lief gemütliche Ambient-Chillout-Musik im Stil von Café del Mar &#8211; das war wirklich einmal sehr besonders.</p>
<p>Gerne hört man hier aber auch einmal deutsche Töne: Im Taxi geht es um <a class="extern" title="Artikel vom 15. Oktober 2009: Popo-Pop" href="http://china.ultimativ-marvin.de/2009/10/15/popo-pop/">Popos (ich berichtete)</a> und ganz vorne dabei ist Sarah Connor, erst vor wenigen Minuten hier im Zug wieder einmal gehört als Handyklingelton mit <a class="extern" title="Externer Link: YouTube Suche nach &quot;From Sarah with love&quot;" href="http://www.youtube.com/results?search_query=from+sarah+with+love&amp;search_type=&amp;aq=f">&#8220;From Sarah with love&#8221;</a>. Vorgestern in Nanjing auf dem fast 500 Meter hohem Berg trafen wir eine Gruppe chinesischer Jugendlicher, die als sie erfragt hatten aus welchem Land wir sind prompt ihr Handy zückten und <a class="extern" title="Externer Link: YouTube Suche nach &quot;believe in miracles dsds&quot;" href="http://www.youtube.com/results?search_query=dsds+believe+in+miracles&amp;search_type=&amp;aq=f">&#8220;I believe in miracles&#8221; von DSDS</a> vorspielten. Als wir einmal im Teehaus waren spielte uns irgendwer <a class="extern" title="Externer Link: YouTube Suche nach &quot;kraftwerk das model&quot;" href="http://www.youtube.com/results?search_query=kraftwerk+das+model&amp;search_type=&amp;aq=f">&#8220;Das Model&#8221; von Kraftwerk</a> aus den 80ern vor. (Notiz an mich: Beim Thema Teehaus immer schön wage bleiben uns sofort ablenken.)</p>
<p>Getoppt wird das alles eigentlich nur von meiner kleinen &#8220;Alle meine Entchen&#8221;-Einlage, die ich für zwei Zuhörerinnen nach unserem Vortrag auf dem neuen Campus dargeboten hatte.</p>
<p>Um musikalische Berieslung kommt man in diesem Land einfach nicht herum. Manchmal ist das anstrengend, manchmal finde ich aber auch, dass man es ruhig nach Deutschland adaptieren könnte. Zum Beispiel hier: Ich habe in diesem Land noch nicht einmal Musik im Fahrstuhl gehört&#8230;</p>
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